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Die 7 Burgentour (Tag 1)

// August 29th, 2010 // No Comments » // Touren

Bin ich fertig…. Ich meine natürlich „Ich habe fertig“!

Was für eine wunderbare Tour das war! Ich habe eine so große Menge von Eindrücken bekommen, dass wahrscheinlich einmal drüber Schlafen nicht ausreichen wird um alles zu verarbeiten. Dennoch versuche ich einmal das ganze „nüchtern“ und mit gewissem Abstand zu betrachten (was mir nicht gelingen wird, es klingt aber so schön).

regenwald Früh ging es los am Morgen des 27 August. Um kurz vor 7 saß ich im Auto und machte mich auf den Weg zu „Knipperdolling07“ und „Xenios!“. Regen war angesagt und ich wurde schon das erste mal nass als ich meinen 11 Kilogramm schweren Rucksack in den Kofferraum meines Wagens gepackt hatte. Ich erinnere mich noch daran ein Stoßgebet gen Himmel geschickt zu haben. Ich wollte wenigstens sicher gehen alles versucht zu haben um die Tour trockenen Fußes laufen zu können. Mein Wagen kam zum stehen und zwei mehr oder minder ausgeschlafene Gestalten machten sich durch den Regen auf um Ihre Rucksäcke zu verstauen. Es konnte also losgehen!

Auf dem Weg zu unserem Zielort war die Autofahrt gespickt von schlechten Witzen und dem immerwährendem Blick gen Himmel. Auch die Gespräche beschränkten sich meist aufs Wetter und als wir durch den nächsten Starkregenschauer fuhren, fragten wir uns ernsthaft ob es Sinn machen würde die Tour zu laufen… Klarer Fall! Von der Rückbank kam nur eine Bestätigung und es wurde etwas von „Wir sind ja harte Kerls“ gemurmelt, die Stimmung war super! Vorbei an „Frankreich – Rödelheim“ (Achtung Insider) näherten wir uns also unserem Ziel: Schönau.

In dem kleinen Örtchen angekommen verschafften wir uns erstmal einen kurzen Überblick (viel Zeit war nicht, es war bereits kurz vor 12 und eigentlich wollte ich schon vor einer Stunde losgelaufen sein) und kehrten kurz in ein Gasthaus ein. Man schaute uns schief an als wir die Frage nach Getränken mit einem „Nein“ Quittierten und jeder eine kleine Pommes Majo bestellte… Nach wieder einer halben Stunde ging es nun also los, wir packten uns die Rucksäcke auf den Rücken, schlossen das Auto und schlugen unseren Weg die Hauptstraße entlang Richtung Station 1 ein.

teufelstisch Landschaftlich fand ich diese erste Etappe erstmal nicht ganz so besonders, ich fühlte mich eher wie bei einem Multi durchs Sauerland, gut der Boden war leicht rötlich und die Fichten waren Buchen aber ansonsten, es ging den Berg hoch und man sah Wald! Je Höher wir aber kamen umso schöner wurde es und mit jedem Höhenmeter fand ich die Landschaft faszinierender. Höhenmeter gab es einige und vor allem einige auf sehr kurzer Strecke. Meine Topo Deutschland zeigte uns nämlich Wege wo gar keine Wege waren und so blieb nur eins: Wir mussten mit den Rucksäcken durch den Wald die Böschung hoch auf den höher gelegenen Pfad. Schnaufend quälten wir uns also die Böschung hoch und waren (einmal oben angekommen) heil froh als es vorbei war, aber auch glücklich das wir mehr als eine Stunde Umweg einfach „umgangen“ hatten. Von hier aus ging es dann relativ zügig zur ersten Station: dem Teufelstisch! Kaum zu glauben was die Natur in Jahrhunderten zu formen vermag. Die Plakette war nach kurzer Suche gefunden und wir rasteten einen Moment, ehe es zur nächsten Etappe ging. Bis hier hin liefen wir übrigens bei bestem Wanderwetter! Es war leicht bewölkt, ab und an brach die Sonne durch und mit guten 19 Grad war es weder zu warm noch zu kalt.

Weiter ging es nun zur nächsten Station, die Wegelnburg war die erste Ruine die es zu erkunden galt und wir machten uns auf den Weg. Über unseren Köpfen zog sich der Himmel immer weiter zu und mit einem lauten Donnerschlag öffnete der Himmel seine Schleusen. Wir standen allerdings unweit einer Schutzhütte (es mag Schicksal gewesen sein) und konnten schön im trockenen den Regenschutz über die Rucksäcke legen und auch uns wetterfest verpacken. Kaum 10 Minuten später hörte es allerdings auf zu Regnen und die Sonne brach wieder durch die Wolkendecke. Wir schauten uns an, es war eine Mischung aus begossenem Pudel und Kleinkind zu Heiligabend. Wir hatten uns umsonst die Mühe gemacht uns komplett zu verpacken aber die Freude ob der Wetterbesserung überwog. Regenjacken wieder aus, Schutzhülle dran lassen und weiter ging´s, vorbei an bizarr wirkenden Felsformationen durch Nebelfelder den Berg hinauf zur Burgruine. Hier stellte ich mir das erste mal die Frage wie man hier oben eine solche Burg errichten konnte, ohne LKW, Züge oder Hubschrauber. Ehrfürchtig setzte ich meine Schritte die Treppe hinauf und wurde von der schieren Aussicht fast umgehauen, toll! Schnell noch die Plakette mit den nächsten Koordinaten gesucht und weiter gings; Station 3 Hohenburg.

hohenburg Das war die Etappe die ich von allen am schwierigsten fand. Man hätte vielleicht erahnen können, dass die Hohenburg ihren Namen nicht deswegen bekommen hatte, weil sie im Tal lag, ich blendete diese Tatsache aber konsequent aus bis der Aufstieg kam. Der hatte es in sich und mit fast 11 Kilo Gewicht auf dem Rücken kam einem der Berg schier endlos vor. Hier bekam auch der Satz „Dieser Weg hier ist aber schöner“ eine völlig neue Bedeutung. Wir folgten dem „Pfälzer Mythenweg“, es war eher ein Trampelpfad, zur Burg. Knipperdolling07 prägte den Satz „Dieser Weg ist schöner“ dahingehend, dass wir die Wahl zwischen einem ausgebauten Weg und dem „Mythenweg“ hatten. Er entschied mit eben diesem Satz den schmalen Pfad zu wählen und während wir uns schnaufend den Berg hoch schleppten ließen „Xenios!“ und ich diesen Satz in regelmäßigen Abständen fallen „Oh ja…wirklich schön dieser Weg“ oder „Jaja wie schön dieser Weg doch ist“. Im nachhinein muss ich wohl Beipflichten das der Weg Landschaftlich wirklich mehr zu bieten hatte als der ausgebaute Wanderweg, mit Gepäck auf dem Rücken und klitschnass durch den Schauer der über die Wälder niedergegangen war hatte ich aber in dem Moment so gar kein Auge dafür. Oben angekommen wurden wir aber wieder mit einem imposanten Bauwerk und herrlichster Aussicht belohnt. Es kündigte sich jedoch ein weiterer Regenschauer an und wir beschlossen schnellstens weiter zu laufen. Kurz vor der französischen Grenze gab der Himmel dann aber noch mal alles und wir suchten Schutz unter dem ausladenden Blätterdach der zahllosen Buchen. Nach etwa 15 Minuten verzog sich aber auch dieser Schauer und wir blieben den Rest des Tages trocken, frohen Mutes überquerten wir die Grenze nach Frankreich, an der Ruine Löwenstein vorbei in Richtung Burg Fleckenstein (Station 4).

Kaum über der Grenze schien die Sonne. Es war wirklich wie verhext! Die roten Steine der Felsformationen schimmerten unter der Sonne und unsere Kleidung trocknete schnell. Die Stimmung, die aufgrund des Regens etwas gelitten hatte wurde wieder besser und die ersten flachen Witze wurden wieder zum besten gegeben. Über den „Pfälzer Felsenpfad“ der mit einigen interessanten Felsformationen und einem herrlichen Weitblick zu einem „dieser Weg ist schöner“ Weg wurde ging es weiter Richtung Fleckenstein. Man sollte allerdings aufpassen wenn man diesen Weg wählt, überall stolpert man über Wurzeln und mit Moos bedeckte Steine laden geradezu dazu ein sich ordentlich die Knochen zu brechen. Wir freuten uns darauf an der Ruine ein Weizenbier trinken zu können, als wir allerdings ankamen war schon niemand mehr zu sehen. Es war kurz nach 18:00 Uhr und alles was sich hier befand war bereits geschlossen, da soll mal jemand sagen nur die Deutschen wären pünktlich! Ein einsamer Angestellter verschloss noch Wortlos die Tür, würdigte uns keines Blickes und fuhr mit seinem Auto davon, nett sind sie schon die Franzosen, da gibt’s ja nichts! Wir rasteten einen Augenblick wobei das Weizenbier eben durch Wasser ersetzt wurde und machten uns auf in Richtung Ruine. Es war schon merkwürdig, zuvor hatten wir keine Menschenseele gesehen und konnten jede Burg betreten ohne auf irgendwelche Grenzen zu stoßen, hier war alles zu gestellt mit Schildern, die Ruine war umzäunt und Eintritt sollte man auch noch zahlen. Nur gut dass wir wenigstens von Bussladungen voller sauerländischer Touris mit Kameras verschont blieben und die Plakette in Ruhe gesucht und gefunden werden konnte. Von hier aus ging es nun eine ganze Weile bergab in Richtung Froensbourg (Station 5).

felsen2 Berg ab, nach den Kilometern die wir zurückgelegt hatten war fast noch anstrengender als die Etappen die wir hoch mussten. Der Rucksack drückte einen regelrecht den Berg hinunter und die Knie gaben hier und da auf dem weichen Boden nach. Wie froh waren wir als wir die D925 erreichten und wir einige Meter geradeaus laufen konnten nur um dann den nächsten Berg hinaufkrachseln zu können. Hier empfehle ich wieder „die schöneren Wege“ zu nehmen, man kürzt damit gut und gerne einen Kilometer ab, auch wenn die Aufstiege wohl etwas härter ausfallen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichten wir unser Nachtlager, erst wurde noch die Plakette gesucht und die Koordinaten notiert ehe wir uns in der oberen Felsenkammer niederließen, über das Erlebte philosophierten und unser Nachtlager herrichteten. Es war geschafft! Das Essen wurde erwärmt und wir genossen die Ruhe…

Es hatte wieder angefangen zu regnen (stärker als den ganzen Tag über) und wir waren heil froh die Ruine rechtzeitig erreicht zu haben. Die Stille wurde gegen 22 Uhr gebrochen als sich noch 8 andere Wanderer den Weg zur Ruine bahnten, diese waren im strömenden Regen unterwegs gewesen und sichtlich erleichtert nun auch ein trockenes Plätzchen gefunden zu haben. Nach einem kurzen Plausch über die Region und das Erlebte stiegen sie aber wieder hinab in die unteren Felsenkammern und wir ließen uns nieder. Der Nachtcache fiel sprichwörtlich ins Wasser und irgendwie war ich da gar nicht mal böse drum. Gegen 0:00 Uhr löschten wir die Lichter und schliefen zügig ein. Der erste Tag der 7 Burgentour war gemeistert und das Wetter hatte (mit kleineren Ausfällen) gehalten.

Die 7 Burgentour (Tag 2)

// August 29th, 2010 // 7 Comments » // Touren

froensbourg3 Der zweite Tag begann erfreulich! Die Sonne lachte und gegen 9 Uhr krabbelte ich aus dem Schlafsack um die Burg bei bestem Wetter zu erkunden und zu fotografieren. Meine beiden Begleiter schliefen noch und so konnte ich mir alle Zeit der Welt lassen. Die Nacht habe ich übrigens erstaunlich gut geschlafen, das eine oder andere mal bin ich Wach geworden als wieder eine Fledermaus durch die Kammer jagte (was nicht selten vorkam) oder als mich einige Mäuse die sich an einer leeren Dose Ravioli gütlich taten aus dem Schlaf rissen. Die Burg auf der wir uns befanden war schon sehr faszinierend! Man hatte hier die gesamte Burg in die Felsen integriert und ich musste wieder staunen als ich mir vor Augen führte in welchem Zeitalter das ganze entstanden war. Nachdem ich meine Infotour an der Tafel beendet hatte und genügend Fotos geschossen waren setzte ich mich auf die „Dachterasse“ und genoss die Sonnenstrahlen bis meine beiden Begleiter erwachten und wir uns ans Frühstück machten. Instant Kartoffelpüree mit Röstzwiebeln und Croutons können unter freiem Himmel ein wahrer Gaumenschmaus sein! Gegen 11:00 Uhr brachen wir nun auf zum nächsten Ziel: Der Ruine Wasigenstein (Station 6)

wasigenstein1 Der Weg ging zu Anfang sehr steil den Berg hinauf und meine Beine mussten sich erstmal wieder an das Laufen gewöhnen. Ich schaute noch einmal zurück zur Froensbourg und schloss wieder zu den anderen Auf. An einer Weggabelung entschieden wir uns diesmal den „nicht so schönen weg“ zu wählen was sich aufgrund des leichteren Anstiegs als günstiger herausstellte. Vorbei an weiteren Felswänden kamen wir am Zigeunerfelsen vorbei (kleiner „Umweg“ aber sehr sehenswert!) und setzten einen Fuß vor den anderen in Richtung der Ruine. Auch hier kam uns wieder ein freundlicher Franzose entgegen der unsere Grüße nicht erwiderte. An der Ruine angekommen suchten wir erstmal die Plakette, dieses mal stellte sich das als längeres Unterfangen heraus, wir konnten dennoch fündig werden! Nun wurde die Ruine erkundet, eigentlich waren es ja sogar 2 Ruinen, wie sich herausstellte handelte es sich bei der Ruine Wasigenstein im Mittelalter um 2 Burgen die auf unterschiedlichen Felsen direkt nebeneinander errichtet wurden. Hier empfehle ich etwas mehr zeit ein zu planen denn diese Ruine hat mich ob der schieren Größe einfach umgehauen. Außerdem finden sich noch schöne Fotomotive und eine Gelegenheit noch mal Kräfte zu sammeln ehe es zum Endspurt geht.

Wir verließen nach etwa einer Stunde die Ruine in Richtung unserer letzten Burg, der Blumenstein. Wir ließen noch mal den Blick über die französische Seite der Vogesen schweifen und überquerten die Grenze, wir hatten wieder heimatlichen Boden unter den Füßen und uns fiel auf, dass alles anders aussah. Auf der französischen Seite liefen wir durch wilde Wälder, Pinien, hier und dort eine Eiche, lichte Wälder, wilde Wälder! In Deutschland wurde der Wald dunkel, die Pinien wurden zu Buchen die mehr oder minder in Reih und Glied standen, fein säuberlich aufgeschichtetes Holz führte mir wieder die „deutsche Gründlichkeit“ vor Augen und ich fand es irgendwie Schade das wir kurz vor dem Ziel unserer Reise standen. Die Ruine Blumenstein war schnell in Sichtweite und auch die Plakette konnte sich nicht lange verbergen. Nun ging es wirklich dem Ende zu…

felsen5 Noch einmal wendeten wir den Blick zur Ruine ehe wir uns zum Final aufmachten welches sich schnell zeigte. Eine Dose wird zur absoluten Nebensache wenn man 2 tage mit Sack und Pack durch die Natur gewandert ist. Eine Coin oder ein TB wird nebensächlich wenn man die Nacht in einer Burgruine verbracht hat. Ich trug mich also mehr oder weniger lustlos ins Logbuch ein. Natürlich war ich froh die Tour gelaufen zu sein, ich war aber auch genau so traurig darüber das es schon vorbei war. Wir verstauten das Logbuch wieder ordentlich, ich ließ noch einige TB´s und Coins da und wir machten uns auf in Richtung Schönau, immer an der Hauptstraße vorbei. Die Zivilisation hatte uns wieder und als Schönau in sicht kam wusste ich das die Tour gelaufen war… eine super Tour!

Fakten und Zahlen:

Im Nachhinein muss ich schon sagen dass es mich selbst etwas Stolz macht. Ich bin über 30 Kilometer gelaufen, habe einen Aufstieg von 886 Höhenmetern überwunden und war 2 Tage bei jedem Wetter unterwegs. Hätte man mir eine solche Tour noch vor einem Jahr vorgeschlagen hätte ich wahrscheinlich schmunzelnd abgewunken. Durch Geocaching habe ich hier meinen inneren Schweinehund überwunden und hatte 2 wunderbare Tage die ich wohl nie vergessen werde. Ich habe an 2 Tagen insgesamt 5,5 Liter Wasser verbraucht, eine Dose Spaghetti Bolognese vertilgt, 5 Müsliriegel unterwegs gegessen und 3 Päckchen Instant Kartoffelpüree fielen mir auch zum Opfer. Eine reine Laufzeit von fast 8 Stunden liegen hinter mir und die Zeit im Stand betrug 5 Stunden (mal eben hier ein Bild machen, mal eben da Pause machen…). Mein Rucksack wog vor der wanderung 11,2 Kg. Nach der Wanderung hatte er noch ein Gewicht von fast 4 Kilogramm.

Danke an:

sommer Knipperdolling07 und Xenios die mit mir diese Tour gelaufen sind! Es war wirklich schön mit Euch Lachen, Fluchen und Laufen zu dürfen, eine solche Tour schweißt schon in gewisser Hinsicht zusammen und ich bin froh das Ganze mit 2 netten Menschen erlebt zu haben. Außerdem geht mein Dank an Jever und Timbre.poste die diese Tour gelegt haben bzw. sie instand halten.

Und während Deutschland ertrank, hatten wir 2 wunderbare Tage an der französischen Grenze und in Frankreich, schön das die Kommentierer dieses Blogs auch alle an ein so schönes Wetter geglaubt haben ;)

Liebe Grüße

Basti

Genusscachen in Plettenberg

// Mai 30th, 2010 // 1 Comment » // Touren

Hach war das schön! Am Samstag war das Wetter ja angenehm und ich hatte mir einen Multi und einen Tradi vorgenommen (zu mehr habe ich im Augenblick aufgrund diverser Arbeiten im Garten ohnehin keine Zeit). So führte mich also mein Weg an den Rand von Plettenberg! Hier steht die Burgruine Schwarzenberg, früher sicherlich eine herrschaftliche Burg, heute der Ideale Platz für einen kleinen Multi bei dem es einiges zu sehen gibt!

schwarzenberg2 Ich war ja schon mal hier, jedoch hatte ich an dem Tag aufgrund von einer Station die ich falsch abgelesen hatte leider kein Glück. Am Samstag aber mit Telefonnummer der Ownerin in der Tasche klappte es wie am Schnürchen. Mir fehlte nach der Station mit Panne nur eine weitere Station und ich suchte mir sprichwörtlich nen Wolf! Aber gut, die Telefonnummer hatte ich ja im der tasche also schnell ins Handy eingetippt und angerufen… es stellte sich heraus das die Station tatsächlich gemuggelt war und ich sie gar nicht hätte finden können. Auch die Zahl fürs Final in der ersten Station war spurlos verschwunden…

Mit Hilfe der Ownerin konnte ich dann aber doch das Final aufspüren und mich über eine große Munitionskiste mit richtig schönem Inhalt freuen. Nachdem ich dann noch für die Ownerin die Station 1 überprüft hatte (in der ja die Zahl fehlte) und ich noch einige Fotos der Ruine geschossen hatte, ging es zu meinem zweiten Cache an diesem schönen Samstag „Engelbertstuhl“. Diesen konnte man wunderbar von der Ruine aus angehen und der Weg war wie gemalt, ich fühlte mich zwischenzeitlich wie… in den Alpen und der Lüneburger Heide gleichzeitig, der Weg war wirklich das Ziel!

idioten An der passenden Koordinate angekommen genoss ich erstmal die wunderbare Aussicht. Kaum zu glauben das man hier mitten in der Pampa einen Aussichtspunkt eingerichtet hatte, kurz auf einer Bank inne gehalten und über die Schönheit des Sauerlandes sinniert, ehe ich mich zur Dose aufmachte. Hier musste man zwar etwas „Bergsteigen“ aber die Dose war schnell ausgemacht. Mit freudiger Erwartung öffnete ich die Dose und blätterte im Logbuch… bis mir auf der letzten Seite schlecht wurde (siehe Foto). Da frage ich mich wirklich welcher Kleingeist die Dose vor mir fand und warum man Verleumdungen in ein Logbuch schreiben muss… die Seiten habe ich dann allerdings entfernt (mit passendem Vermerk im Log und Online-Log versteht sich). Das trübte meine Laune… allerdings nur kurz denn:

gcoin3 Ich hatte im Final der Burgruine eine wunderbare Coin gefunden! Ich möchte gar behaupten es war die schönste Coin die ich je in Händen hielt „Seals of Salomon“! Ich finde es schön das jemand so was schönes auf die Reise schickt und vor allem finde ich es mutig, denke aber auch, dass ein Cacher der einem anderen etwas so schönes präsentiert (in diesem Fall mir) auch einige Bilder seiner Coin auf Reisen verdient hat, also Kamera raus und die Ruine zum Fotostudio für die Münze umfunktioniert…

Es war ein richtig schöner Samstag! Die beiden Caches waren sehr sehenswert und der Multi gut durchdacht, die Coin rundete dann meine kleine Samstagstour ab. Da weis man doch wofür man dieses Hobby macht!

Liebe Grüße

Tradis im Sauerland…

// Mai 20th, 2010 // 1 Comment » // Touren

In den letzten Tagen verschlug es mich mal wieder an einige Orte, von denen ich bisher nicht einmal wusste, dass es sie gibt. Ohne eine Dose hätte ich wohl die Orte die ich „becachen“ durfte nie kennen (und auch schätzen) gelernt. Während immer öfter von hingeworfenen Tradis die Rede ist, habe ich die Probe gemacht und mal wieder einige Traditionals die mehr oder weniger am Weg lagen eingesammelt. Was soll ich sagen? Keine der 15 Dosen (mit einer Ausnahme die Knipperdolling07 und mir dennoch den ganzen Tag Spass bereitete)  war an einem nicht sehenswerten Ort.

pyramiden-weitblick Wir haben grandiose Ausblicke genießen dürfen, einiges über die Geschichte der Umgebung gelernt, uns Naturdenkmäler angesehen und ein wenig „Lost“ wurde es zum Ende hin auch! Als wir uns am Samstag auf den Weg machten stand eigentlich ein T4er Multi auf unserer Liste, auf dem Weg dahin kamen wir jedoch noch an einer Dose vorbei, mit der ich seid dem Winter (wer erinnert sich nicht gerne an die Schneeberge…) noch eine Rechnung offen hatte. Kurzerhand wurde dann unsere Planung über den Haufen geworfen und wir entschieden erstmal die Tradis, die auf dem Weg bis zum Multi lagen zu heben. Wir fanden dann den Cache, der mir im Winter verborgen blieb recht schnell und machten uns auf den Weg zu „Schweinerei“ einem Tradi auf einem Parkplatz direkt an der Strasse.

Der Name war wirklich Programm! Nicht nur das wir bis zu den Knöcheln im Müll standen und die Koordinaten etwa 40 Meter im Off waren… nein wir konnten auch trotz intensiver Suche und dem heranziehen eines TJ (unsere letzte Hoffnung sozusagen) nicht fündig werden… Schweinerei! Aber wir währen ja nicht wir, wenn wir diese Chance ungenutzt gelassen hätten! Die Parkkoordinaten bei der Schweinerei waren in Ordnung und wir machten uns auf den Weg… wie das im Sauerland so ist natürlich den Weg bergauf! Die Entfernung zum Cache wurde weniger und die Hänge neben unserem Pfad wurden steiler und steiler! Dank Kyrill konnten wir einige schöne Ausblicke genießen und wir hatten gar nicht mitbekommen, dass sich die Entfernung zum Cache wieder vergrößerte, das lag allerdings nicht an uns, sondern einfach daran das es der Weg so vorgab. Durch die Pampa laufen war hier aufgrund der Steillage kaum machbar und außerdem muss man die Natur ja nicht überstrapazieren. Nach einer gefühlten Ewigkeit standen wir nun an den „drei Kreisen“ das GPS piepte und die Dose war in kürzester Zeit aus ihrem Versteck befreit worden… Toller Cache… tolle Umgebung! Die „drei Kreise“ waren erreicht und ohne die Dose wäre ich niemals diesen Weg gegangen und hätte nie erfahren was die „drei Kreise“ eigentlich sind. Wir haben gestrahlt wie kleine Kinder die an heilig Abend vor dem Weihnachtsbaum stehen und Knipperdolling brachte nur ein „Naja… Tradicachen im Sauerland ist einfach was besonderes“… Oh ja ;)

vogel Doch es war ja auch der Tag der schönen Aussichten, der Tag der Weitblicke. Als wir also wieder am Auto ankamen, peilten wir als nächstes den Cache „Südblick“ an, die Suche nach einem Parkplatz gestaltete sich schwieriger als das heben der Dose die wir schnell in den Händen hielten. Dann jedoch bemerkten wir erstmal in was für einer Gegend wir uns befanden, wir standen wohl mitten auf einem kleinen „Flugplatz“. Hier treffen sich wohl des öfteren Drachenflieger um sich heldenhaft über einen Steilhang rennend in die Lüfte zu erheben… (Das hat schon was von Poesie ;) ). Die Aussicht war dementsprechend grandios… hätte ich niemals erwartet und schon gar nicht an so einer Stelle… genial!

Ein wenig „geflasht“ von dieser Location ging es weiter nach „Wildewiese“ einen Ort den ich nur vom Ski fahren her kannte und den ich Heute wohl immer noch nur in weiß in Erinnerung halten würde wenn… ja wenn es GC nicht gäbe! Auf „Höhe678“ freute ich mich schon den ganzen Tag, der Name machte neugierig und ich mag Aussicht…weite und den Überblick! Als wir auf den Parkkoordinaten standen war uns das Ziel schon klar, ein Aussichtsturm auf einer Bergkuppe. Dieser sah bei der Ankunft von unten gar nicht mal so hoch aus, wohl bemerkt von unten denn die Treppen zogen sich wie Kaugummi und als ich dachte es hört gar nicht mehr auf (ähnlich wie beim Kölner Dom) standen wir schon oben und konnten die Dose (die hier wirklich zur Nebensache wurde) schnell finden um die Aussicht zu genießen…. Wow!

Unweit dieser Höhe findet sich dann der Cache „Schlubberherms“ der uns ein Stück in die Geschichte mitnahm um uns einen Interessanten Ort zu zeigen (wenn man also schon mal den Turm gemacht hat unbedingt auch hier vorbei schauen!). Geschichte gab es noch eine ganze Menge! Einige Dosen später befanden wir uns an einem Earthcache sowie am Start eines Mystery… Dieser war schon gelöst aber nur durch einen glücklichen Zufall konnten wir diese gelungene Runde die einem den Bergbau des Mittelalters näher bringen sollte (und auch gebracht hat) angehen. Die Stationen sind gut und es gibt reichlich zu sehen, ein gelungener Abschluss des Cachesamstags zusammen mit Knipperdolling07 auch wenn uns die Finaldose (noch) verborgen blieb!

moonwalk Am Sonntag stand dann doch noch ein T4 Multi auf meiner Liste „Lännestädter Klippen II – Moonwalk“! Wie ich nun mal bin, suche ich mir IMMER den längsten und sicher kompliziertesten Weg heraus. Im Listing wurde schon auf einen „steilen Aufstieg“ hingewiesen (die 4 Sterne stehen ja nun mal nicht zum Spass da…) aber das ich für diesen Multi 3 Stunden durch die sauerländische Wildnis irren musste (was ich mir selber anzukreiden habe da ich meine Topo immer noch nicht richtig bediene) hatte mir vorher keiner gesagt. Im nachhinein muss ich sagen „Der Weg ist das Ziel“ und der war einfach klasse, ich habe keine Minute bereut und war, als ich am Final ankam wohl der glücklichste Cacher im Sauerland, das war mir auch 5 Sterne bei GCVote wert! Wer mal im „lennestädter Raum“ unterwegs ist sollte sich diesen Cache nicht entgehen lassen! Die Tradis die ich nach diesem Cache eigentlich noch machen wollte habe ich erstmal hinten angestellt… aber bald ist ja wieder Wochenende!

Neben dem ganzen Lob habe ich aber noch einen kleinen Kritikpunkt an zu bringen, wieso muss man in Wäldern, in denen es sicher einfach möglich währe eine etwas größere Dose zu verstecken, „Micros“ oder „Smalls“ verstecken? Man sollte nicht vergessen, dass ein „Regular“ auch die reguläre Größe sein sollte!

Liebe Grüße

Cacheblockade überwunden!

// Mai 3rd, 2010 // 2 Comments » // Touren

Ich weis ja nicht, ob es nur mir so ging, oder ob es noch mehr Cacher/innen da draußen gibt, die nach einem kleinen Meilenstein eine Cacheblockade bekommen. Nach dem Lost Place habe ich wirklich keinerlei Ambitionen gehabt mich in irgendeiner Form auf die Suche zu begeben. Es mag an der Lokalität gelegen haben die mich ein wenig erschlagen hat (ob der zahlreichen Eindrücke) oder an etwas anderem. Den genauen Grund werde ich wohl nie ganz verstehen können. Kennt das ganz rein zufällig noch jemand?

wege An diesem Wochenende war es dann aber wieder soweit. Das Wetter war wiedererwartend gut und ich hatte endlich mal wieder Zeit und vor allem Lust auf Cachesuche zu gehen. Vielleicht hatte meine kleine Pause etwas gutes, denn ich konnte endlich mal meinen inneren Schweinehund besiegen und einige Multis bzw. einen Mystery in meiner Homezone besuchen. Vor meiner „Blockade“ hatte ich zu eben diesen Caches so gar keine Lust.

Also ging es am Samstag nach Attendorn bzw. die nähere Umgebung. Hier zeigten sich dann all die „Bollerwagenmuggel“ die ich in meiner Vorfreude ausgeblendet hatte… „Na klar.. erster Mai! Alle diejenigen die sonst niemals raus gehen würden, machen dies nun und leeren auf 3 Km Wegstrecke zu fünf Mann 20 Kisten Bier“ so oder so ähnlich war wohl der Gedankengang der mir durch den Kopf schoss… Wenigstens waren die Muggel die ich traf bis auf kleinere Ausnahmen alle friedlich und noch dazu fähig mehr oder weniger aufrecht gehen zu können.

tutencache Nachdem ich erstmal 2 ältere Backhäuser (Backes genannt) und einen Mystery gelöst bzw. gefunden hatte brach ich zu dem Cache auf der mir schon länger ein Dorn im Auge war. „Stony Cache“ ist der Titel dieses Multis, der dem geneigten Cacher die Attahöhle näher bringen soll. Ich kann auch an dieser Stelle nur empfehlen selbige einmal zu besuchen (wenn man denn zufällig schon mal in Attendorn ist). Der Einstieg in diesen Multi ist sehr schön gemacht (Fragen zur Höhle, die man entweder durch einen Besuch oder durch das Internet lösen kann), die Wegführung gefiel und auch der Fernblick ist hier und dort sehr schön! Als ich dann jedoch am Final ankam fragte ich mich wie so oft warum man Lock & Lock Dosen in Plastiktüten packen muss? Vielleicht damit sich darin die Feuchtigkeit besser hält? Und um ganz sicher zu gehen packt man den Cache dann direkt in 2 Tüten (falls eine weg gammelt) ;) . Das war aber auch wirklich das einzige Übel bei dem Cache! Ansonsten wie oben schon angeführt sehr schöne Runde.

Nun wollte ich (bestärkt durch meine bereits gefundenen Multis) noch einen Abstecher zum Biggesee machen. Die erste Koordinate meines auserwählten Multis war schnell zu Hause gelöst, dennoch wollte ich wissen ob meine Vermutungen stimmten und bin dann brav die erste und zweite Station vor dem Final abgelaufen. Am Final ging alles recht schnell… Heute schaue ich dann ins Listing und lese folgendes: (Zitat) „Heute problemlos geloggt, da mich die Dose/Tüte schon von Weitem anlachte. Hab die Aufgaben so lösen können und bin direkt hin. Der Aufstieg ist so nicht ohne, hehe…. Habe mir dann auch mit der Tarnung mehr Mühe gegeben und hoffe, der/die Nächste(n) werden es nicht so “einfach” haben.“

Habe ich eine falsche Auffassung von Geocaching oder sehe ich einfach nur etwas falsch: Wenn ich an eine Stelle komme, an der normalerweise keine Menschenseele irgendwie geartet vorbeiläuft und ich den Cache (vom Weg den man eigentlich gehen sollte…) nicht sehe, dann verstecke ich ihn doch wieder genauso wie ich ihn vorgefunden habe oder? Ich bin der Meinung, dass ich einen Cache nicht vor einem Cacher sondern eher vor dem Muggel verstecke. Wenn der Muggel nichts ahnt, der Cacher aber sofort bescheid weis ist doch alles gut?! Naja vielleicht bin ich da auch einfach zu verbohrt… Besonders gefreut hat mich nach den ganzen Multis der Tradi „Spitzfindig“ da ich diesen überraschend schnell in Händen hielt. Ich kenne da nämlich jemanden der sich regelmäßig die Zähne daran ausbeißt (ich möchte ja niemanden erwähnen, es reicht wenn ich weis das die Person die ich meine diesen Artikel garantiert liest! *g*).

tor Am Sonntag folgte dann noch die Tradirunde „um den Höchsten“. Von Anfang an stand diese Unternehmung unter keinem guten Stern. Ich hatte vorher noch einige Caches gemacht die auf dem Weg lagen und über mir braute sich ein Gewitter zusammen. Als ich noch etwa 2 Autominuten von der angegebenen Parkkoordinate entfernt war, öffnete der Himmel seine Schleusen und ich sah durch die Windschutzscheibe meines Autos noch knappe 20 Meter weit. Die Tour an dieser Stelle zu beenden kam für mich kaum in Frage, dafür war ich schon zu weit gefahren und bei den gegenwärtigen Spritpreisen überlegt man es sich dann doch zwei mal ob man einfach wieder knapp 30 Km nach Hause fährt. Ich tat also das meiner Meinung nach einzig richtige und kehrte in das Gasthaus an den Parkkoordinaten ein um in Ruhe eine Waffel zu essen und einen Kaffee zu trinken, immer in der Hoffnung das der Regen nachlässt. Gerade als ich gezahlt hatte öffnete sich der Himmel über mir und die Sonne brach durch… Herrlich! Also los…

Die Tour war schön! Die Wegführung klasse und die Stationen… ja die waren (wohl aufgrund des Wetters) 20-25 Meter im off. Ohne die guten und aussagekräftigen Hints währe ich hier absolut aufgeschmissen gewesen und hätte wohl abbrechen müssen. An dieser Stelle mein Dank an den Owner der den Sinn eines Hints verstanden hat. Die Stationen zogen sich aber dennoch wie Kaugummi… Zwischen 20 Minuten und einer halben Stunde benötigte ich in der Regel trotz Hinweisen. Dennoch habe ich alle Stationen irgendwie finden können. Am Bonus war die Luft dann allerdings so raus, dass ich hier nach 10 Minuten der erfolglosen Suche abgebrochen habe. Der wird allerdings nachgeholt sobald ich noch mal in der Gegend bin.

Ich hoffe damit ist meine Blockade überwunden und ich kann wieder voller Elan durch die Wälder ziehen. Danke an all die Owner für schöne Caches an diesem Wochenende!

Liebe Grüße

Basti

Was für ein Lost Place!

// April 19th, 2010 // 3 Comments » // Touren

Vorneweg: Ich werde nicht sagen wo genau wir waren oder wann bzw. wie man da hin kommt. Wir möchten doch das der Place lange Lost bleibt ;) . Viele werden wahrscheinlich wissen, worum es sich handelt. Ich sage nur so viel: Es handelt sich um ein altes Militärgelände in NRW.

dreirad Am Samstag bin ich zusammen mit Knipperdolling07, svmj und ThiloG in den frühen Morgenstunden (also um kurz vor 10 *g*) zu diesem Gelände aufgebrochen. Die erste Station und auch der Zugang waren schnell gefunden und so konnten wir recht schnell in das „Flair“ dieses Geländes eintauchen. Es ist schon faszinierend was hier so verfällt. Die Heizungsanlagen sind von 1990 und wurden augenscheinlich bis das Gelände verlassen wurde kaum genutzt. Auch die elektrischen Leitungen, Schalter, Steckdosen und und und, alles scheint kurz vor der Abreise der Soldaten komplett erneuert worden zu sein.

Im ersten Gebäude welches wir uns angeschaut haben standen zum Teil sogar die Möbel (in Form von Schränken und Undefinierbarem) noch und auch die eine oder andere Glühbirne hat die Zeit unbeschadet überdauert. Besonders in Erinnerung blieb mir auch die Tatsache, dass sich in und an den Gebäuden kaum Graffiti befinden, auf der gesamten Tour (bei der wir uns über 4 Stunden Zeit gelassen haben) habe ich genau 2 Stück gesehen und diese waren auch schon vor etlichen Jahren gesprüht worden. Alles in allem muss ich wirklich sagen, dass sich die einzelnen Gebäude sehr gut gehalten haben (stehen sie doch schon über 10 Jahre leer). Vandalismus findet man nur in Form von zerdepperten Fensterscheiben oder kaputter Keramik.

Die Tour führte uns durch verschiedene Bereiche des Areals gang , welches für mich ob der schieren Größe noch immer kaum fassbar ist. Auf dem Weg zu einer weiteren Station kamen wir an der „NAAFI Bar“ vorbei, klar das wir hier erstmal einkehren mussten um uns ein Gläschen zu genehmigen. Die Theken waren sogar zum Teil noch mit Kupferverzierungen beschlagen und die Dekoration (in Form von Rankgittern aus Holz) war in den größeren Räumen auch noch vorhanden. Die Deckenlampen warteten augenscheinlich auch nur darauf, dass sie endlich mal wieder jemand anschaltet und in den Gängen konnte man sich das Treiben der Soldaten noch gut vorstellen. Fasziniert gingen wir von Station zu Station und konnten garnicht genug bekommen. Die eigentlichen Highlights kamen aber erst noch!

Wir drehten also unsere Runde und kamen an einem stillgelegten Kraftwerk vorbei. Hier waren dann wirklich zum ersten mal alle gemeinsam sprachlos! Ich musste auch einen Moment lang meine Gedanken ordnen und stand sicher einige Sekunden mit offenem Mund da. Wir haben uns das Gebäude ausgiebig angeschaut und keinen Winkel ausgelassen (alles weitere währe gespoilert).  Hier habe ich mich zum ersten mal gefragt ob ich bisher einfach mit geschlossenen Augen durch die Weltgeschichte gelaufen bin. Ich hätte mir vor dem Besuch dieser Location nicht träumen lassen das es so was mitten in Deutschland geben kann. Auch hier wieder: die elektrischen Anlagen absolut neuwertig und sicherlich (wenn sie nicht so lange brach gelegen hätten) noch voll funktionsfähig.

kirche Als weiteres Highlight betraten wir dann eine Kirche… hier war ich dann das nächste mal absolut sprachlos und konnte eigentlich die Tatsache, dass ich mich gerade hier befinde kaum fassen. Die farbe blätterte von der maroden Decke und das Echtholzparkett schlug wellen und war hier und da schon recht morsch geworden. Die Kirchenfenster sind kaum dem Vandalismus zum Opfer gefallen und so wurde an diesem sonnigen Samstag die Kirche in ein ganz eigenes Licht getaucht. Es hätte eigentlich nur noch die Orgel gefehlt um die perfekte Szenerie für einen schlechten Horrorfilm zu schaffen, absolut atemberaubend! Hier hielten wir uns auch einige Zeit auf um jeden Winkel des Gebäudes zu erkunden…

Nachdem wir dann noch den Hindernisparcours gesehen hatten, besichtigten wir noch eine Turnhalle. Wie sagte es Knipperdolling so schön „Irgendwie kann ich mir grad gar nicht vorstellen das die hier mal Basketball gespielt haben“. Hier konnte man an einigen Stellen auch die Bodenmarkierungen noch erkennen, das Parkett hatte allerdings seine besten Zeiten gesehen und Nässe bzw. Kälte forderten ihren Tribut. In den oberen Stockwerken stießen wir dann noch auf die Hinterlassenschaften von weiteren Besuchern ehe es zur letzten Station und danach zum Bonus bzw. zum Final ging.

reste-vom-cache Der Bonus war schnell gefunden und auch das Final war nicht wirklich schwer zu entdecken. Irgendjemand hatte alle TB-Marken und Coins aus dem Behälter geklaut und diesen dann mal eben in Brand gesetzt. Hier waren wir dann doch kurz enttäuscht und schauten nach ob vielleicht noch irgendetwas zu retten war. Leider mussten wir uns eingestehen, dass es kaum noch etwas zu retten bzw. zum Traden gab und wir konnten und wollten auch keine Ersatzdose hinterlassen. Erstens weis Der- oder Diejenige inzwischen sicher was er da gefunden hat und zweitens wussten wir ja nun nicht wie lange die Dose nun schon „Lost“ war.

Abschließend kann ich nur sagen… Wow! Ich wollte am Sonntag eigentlich noch mal los, habe mich aber dazu entschieden erstmal die ganzen Eindrücke zu ordnen. Ich habe ganz sicher den einen oder anderen interessanten Ort vergessen oder absichtlich nicht dazu geschrieben oder aufgeführt. Hier heißt es: Fahrt da hin! (Wo auch immer sich dieses Areal befinden mag) ;) Vielen dank an die Owner für den geilsten Cache den ich bisher machen durfte!

Liebe Grüße & Danke an das Team, welches mir den Besuch dieses Geländes erst ermöglichte!

Kirchen! Kirchen? Münster!

// April 5th, 2010 // 1 Comment » // Touren

Ich habe Ostern ein wenig genutzt um einen Bekannten in Lengerich zu besuchen, da Lengerich jetzt nicht so weit weg ist von Münster habe ich mich am Ostersonntag Morgens also auf der A1 meinem Ziel genähert. Hier habe ich erstmal wieder gemerkt das im Moment wirklich überall gebaut wird… auf der A1 war natürlich mal wieder Stau und ich habe knapp 1,5 Std. für die Strecke Lengerich – Münster gebraucht…

cafe In Münster angekommen habe ich mich erstmal ein wenig auf dem Gelände des Universitätsklinikums umgesehen und dort einige Caches gemacht. Sehr Interessant fand ich besonders den Cache „Langeweile 1“ denn hier, zwischen den großen Betongebäuden mitten im ärztlichen Stress gibt es einen kleinen Spielplatz. Es war schon ein wenig abstrakt links und rechts die hohen Betonblöcke zu sehen während man in der Mitte in einer kleinen Oase der Ruhe verweilt. Mich hat außerdem fasziniert, wie weitläufig das Gelände ist. Ich habe nichts mit dem Auto absolviert sondern habe das direkt an der Uniklinik abgestellt und den Rest zu Fuß absolviert (so hatte ich auf jeden Fall die Kalorien des Frühstücks wieder raus).

Das Wetter war (entgegen meiner Erwartungen) recht gut und außer einem kurzen Schauer bin ich nicht nass geworden. Ich wollte allerdings nicht die gesamte UKM Runde machen da ich ja auch noch etwas von der Innenstadt sehen wollte. Also habe ich noch diverse Grünanlagen im UKM Gebiet abgegrast (die Dosen auch sehr gut gefunden) und bin dann zurück zum Auto gelaufen.

Ich musste mich kurz orientieren wo ich nun am besten Parke und meine Wahl fiel auf ein recht zentrales Parkhaus (Theater). Die Kosten dafür gehen sogar noch, ich habe schon weitaus schlimmeres erlebt. Jede angefangene Stunde sollte hier 1,20 Euro kosten und der Tageshöchstsatz betrug 12 Euro. Ich habe nachweislich mehr als 5 Stunden hier gestanden und trotzdem nur 4 bezahlt (was mich natürlich sehr erfreute) *g*.

In Münster selbst gibt es natürlich Bauwerke die kirche2 man in einer solchen Fülle wohl nur recht selten findet: KIRCHEN. Ich mag Kirchencaches, nicht unbedingt den Glauben der dort praktiziert wird, aber die Architektur begeistert mich wirklich. Es ist schon interessant wie diese Bauwerke vor etlichen Jahren (zu Zeiten wo man noch keine Schwertransporte, Lastenkräne oder Bohrmaschinen kannte) hochgezogen wurden. Auch mag ich den Pomp und die Dekadenz die Kirchen von enormer Größe ausstrahlen. An dieser Stelle möchte ich mal erwähnen dass ich es sehr schade finde, dass heutige Kirchen abstrakte Betonklötze sind, die ihren Charme mehr und mehr verlieren…

Meine Reise begann am St. Paulus Dom unweit der Altstadt. Hier blieb mir ob der schieren Größe ein wenig die Spucke weg. Die Dose hatte ich hier schnell in der Hand jedoch musste ich mir die Kirche bzw. den Dom dann doch von innen anschauen (so dauerte dieser Cache ein wenig länger als ich gedacht hätte). Wer also mal nach Münster kommt sollte sich diesen Cache und den Dom mal anschauen. Auf meiner Strecke lag außerdem die „Überwasserkirche“ die mir architektonisch noch mal ein Stück weit besser gefiel. Hier musste ich gar nicht erst suchen, eine nette Cacherin vor Ort überreichte mir die Dose gleich komplett nachdem sie geloggt hatte…

Es folgte die St. Lamberti Kirche und die St. Johannes Kapelle (die hier im Sauerland auch glatt als Kirche durchgehen würde) ehe ich mich zur Clemenskirche aufmachte. Ich wusste zwar wo ich zu suchen hatte, jedoch wurde dieser Punkt von 4 Männern in Bundeswehrkleidung, Glatze und Springerstiefeln mit weißen Schnürsenkeln blockiert, die sich gerade mit einem älteren Mann der schon deutlich einen im Tee hatte (es war so nachmittags gegen 15 Uhr…) darüber unterhielten was sie in Deutschland gerne alles in die Luft sprengen würden… Ich habe mich also unauffällig verhalten, konnte mir ein paar mehr als platte Sprüche anhören und habe ein Foto der Kirche geschossen, bin dann ohne die Dose wieder abgezogen da ich es nicht riskieren wollte nähere Bekanntschaft mit diesen „Herrschaften“ zu machen.

skulptur2 Nachdem ich einige Kirchen besucht hatte, wollte auch die künstlerische Ader in mir befriedigt werden und ich habe mir nacheinander noch ein paar „Skulptur Projekte“ angeschaut. Hier sei besonders die Skulptur „Study Garden“ erwähnt. Kaum zu glauben das man hier mitten in der Stadt eine doch so große Dose ablegen kann. Dazu muss ich wohl sagen das ich ohne Geocaching niemals auf diese Skulptur aufmerksam geworden währe. Nachdem ich auch diese Skulptur erfolgreich gefunden hatte, folgte „Toleranz durch Dialog“, nicht die Statue ansich begeisterte, sondern das findige Versteck! Meine Skulpturserie wurde dann von der „Backsteinskulptur“ abgeschlossen und meine künstlerische Ader wurde erfolgreich befriedigt ;) .

Dann gab es da noch einen Cache auf den ich mich den ganzen tag freute „15MÜS2“ zeigt einem einen Oberflächenbunker des zweiten Weltkrieges. Mitten in einem Wohngebiet und von weitem kaum zu sehen, unscheinbar wenn kein Zaun um das Gebäude gezogen worden wäre und sich die Natur nicht alles zurückholen würde. Hier traf ich dann eine ältere Dame die mich beim fotografieren ansprach „Sind sie auch ein Geocoacher“ fragte sie und da sie ja anscheinend ohnehin schon bescheid wusste und leugnen mit GPS und Kamera in der Hand an dieser Stelle lächerlich erschien nickte ich kurz und lächelte. Dann geschah allerdings etwas was ich nicht gedacht hätte, sie führte mich direkt zur Dose und drückte sie mir in die Hand, sagte das sie das Hobby toll fände und das so die Erinnerung nicht in Vergessenheit geraten würde, drehte sich um und ging ihres Weges. Ich war erst ein wenig erschrocken, dann belustigt und am Ende positiv überrascht.

Zum Ende besuchte ich noch den „Münster-Cach“ und hier meine Frage an alle Münsteraner die das hier lesen: ist das Ernst gemeint, ist das ein „Running-Gag“ oder ist das einfach nur ein Fehler den ein Neucacher gemacht hat? Ich bitte da einfach mal um Aufklärung .

Alles in allem muss ich sagen, dass mir Münster sehr gut gefallen hat, super schöne Stadt! Tolle Dosen die hier und da mal ein wenig im off liegen. Schöne Verstecke, mal schwieriger mal einfach. Allesamt an sehenswerten Orten platziert. Wer sich also mal eine schöne Stadt anschauen möchte, viele Dosen sammeln will (ich habe nur einen Bruchteil gesucht…) und nette Gespräche mit Rentnern sucht ist hier genau richtig. Ich komme auf jeden Fall nochmal wieder!

Wenn ihr dann ohnehin in der Nähe seid, schaut euch mal das TB Hotel in Greven (Ausfahrt Greven) an! Außerdem könnt ihr auf dem Rastplatz „Settel“ noch ein wenig was über „Highway Strips“ lernen (ich wusste vor dem Cache nicht das es so was gibt und habe mich immer gefragt warum Autobahnen an manchen Stellen nicht bepflanzt sind).

In diesem Sinne: Frohe Ostern!

Kleine Tour durch den Westerwald

// März 28th, 2010 // No Comments » // Touren

Auf Besuch bei den Schwiegereltern, dachte ich mir, gehste doch mal ein wenig zwischen Mittagessen und Kaffee trinken Cachen. Ich muss schon sagen, landschaftlich hat der Westerwald ja schon so einiges zu bieten (es unterscheidet sich jetzt nicht so vom Sauerland aber das muss ja auch nicht immer schlecht sein). Was mir sehr gut gefallen hat, waren die verschiedenen Kirchen hier in der Gegend… weniger gut gefallen hat mir, dass man in so einer schönen Stadt wie Hachenburg, gerade mal 4 Tradis verstecken kann, wovon einer in einem Parkhaus und einer an einer Brücke an einem Gewerbegebiet platziert wird, aber der Reihe nach:

kloster5 Als erstes habe ich mir (auf Anraten meiner Freundin) die Abtei der Zisterzienser in Marienstatt angeschaut, sehr sehenswert! Ich habe selten eine so schöne Kirche gesehen! Architektonisch ist das ganze sicherlich eine Reise wert. Auch kulinarisch kann der Ort einiges bieten (die Mönche brauen, wie sollte es anders sein, ihr eigenes Bier und Essen gehen kann man dort auch sehr gut). Das Kloster wird allerdings nicht nur von den Mönchen genutzt, auch eine Schule, eine Buchhandlung und verschiedene Gruppen haben hier Quartier bezogen und füllen das Gebäude mit leben. Außerdem sind die Mönche dort für ihren klaren Gesang (besonders in der Weihnachtszeit) berühmt.

Cachetechnisch gibt es 4 Tradis und einen Multi in der Abtei. Einer davon führt einen zu einem Punkt der schönen Aussicht den ich aber aufgrund der Witterung ausfallen ließ. Ein anderer zeigt einem eine Brücke des Mittelalters und der dritte Tradi in unmittelbarer Nähe führt einen direkt zum Imposanten Kirchenschiff des Klosters. Durch den Multi kann das gesamte Areal ein wenig genauer erkundet werden. Alles in allem kann ich es jedem empfehlen mal einen Abstecher hier her zu unternehmen.

Nicht direkt am Kloster, jedoch in unmittelbarer Nähe befindet sich der Cache „Kräheneiche“. Dieser führt einen zu einem umgestürzten Baum der zu Lebzeiten wohl noch weitaus imposanter war als Heute (wo er immer noch ganz schön imposant ausschaut, so wie er dort liegt).

Weiter ging es also (zusammen mit meiner Freundin) nach hachenburg2 Hachenburg. Hier war gerade ohnehin „Verkaufsoffen“ und ein netter kleiner Frühlingsmarkt, so bot sich ein Besuch geradezu an. Die Stadt ansich wartet mit einer wirklich schönen Altstadt, einem Schloss und verschiedenen Läden auf und ist wirklich schön. Die schmalen Gassen, die Fachwerkhäuser, die Kirchen, das Kopfsteinpflaster. Man fühlt sich wirklich ins Mittelalter zurückversetzt! Nachdem wir uns alles etwas genauer angeschaut hatten, haben wir uns dann noch eine Pizza in einer netten Pizzeria mit Namen „Westend“ gegönnt, diese sei an dieser Stelle wirklich weiterempfohlen! Die Preise sind gut und die Portionen wirklich ordentlich.

Ja… die Caches.. Aufgrund meiner eingeschränkten Zeit konnte ich mir nun lediglich einige Tradis zu Gemüte führen. Jedoch war ich erstaunt, dass sich in der Altstadt wirklich kein Cache befand (ein Cache liegt wohl am Schloss, ist allerdings im Augenblick leider deaktiviert). Der andere Tradi liegt in einem muggeligen Parkhaus und ein weiterer an einer Brücke in einem Gewerbegebiet. Unter der Brücke befindet sich natürlich direkt die Verbindungsstrasse zu diesem Gebiet, so dass einem zwangsläufig die Autofahrer auf die Finger schauen. Der Cache ist nämlich nicht auf der Brücke zu finden… aber das werdet ihr dann an der Cacherautobahn vor Ort feststellen. Alles in allem war ich ein wenig enttäuscht, muss jedoch gestehen, dass ich aus Zeitgründen leider den Multi vor Ort mit Namen „Hachenburger Stadtrundgang“ nicht machen konnte. Vielleicht reißt dieser ja einiges wieder raus.

chill Zu guter letzt habe ich dann noch einige Tradis auf dem Weg zurück zu den Schwiegereltern gemacht. Die Verstecke waren ganz ordentlich (es hätte ja auch schlimmer sein können) jedoch war es auch nichts großartiges. Noch eine kleine Empfehlung ist der Cache „Chill“ der einen zu einem schönen Aussichtspunkt führt. Was mir jedoch aufgefallen ist, ist die Tatsache das ich 3 Logbücher getauscht habe, vielleicht sollte man im Westerwald mal wieder die Dosen nach dem harten Winter warten *g*.

Abschließend kann ich sagen das es einige schöne Ecken gab und auch weniger sehenswerte Orte. Das ist jedoch in so ziemlich jeder Stadt so und somit kann ich jedem ruhigen Gewissens empfehlen sich mal den Westerwald genauer an zu schauen. Ich habe sogar 2 Kirchencaches gesehen, die NICHT durch einen Magneten an die Dachrinne gepappt wurden ;)

Liebe Grüße