Vom Cacher zum Tierretter!
// Juni 20th, 2010 // Allgemein
Es ist schön wenn man wieder Internet hat und man wieder bloggen kann. Am Samstag machte ich mich auf um den Cache „Anagramm – Gästebuch leasing“ in Rönkhausen zu besuchen. Ein kleiner Multi mit einfachen Stationen rund um einen künstlich angelegten See auf einer Bergkuppe.
Der See ansich war mir neu, noch nie war ich an einer solchen Stelle und ich musste mich mal wieder darüber wundern was der Mensch so alles in die Natur haut. Die ersten Stationen gingen recht schnell und am „See“ angekommen musste ich mich erstmal umsehen, so was hatte ich wirklich in der Form noch nicht zu Gesicht bekommen. Man hatte eine Tolle Aussicht und der Wind pfiff hörbar durch den künstlichen Talkessel.
Auf der Route dieses Multis lag allerdings noch ein kleiner Tradi „Pumpspeicherwerk Rönkhausen“ und es war klar dass der auch noch schnell aufgesammelt werden musste. Gesagt getan… als ich gerade mit loggen fertig war und der Regen der inzwischen eingesetzt hatte nachgelassen hatte, konnte ich mich also frohen Mutes wieder auf den Weg zur nächsten Multistation machen. Mein Blick war immer noch auf den See gerichtet und so fiel mir auch ein kleiner Hase (oder ein Wildkaninchen so genau kenne ich mich da nun doch nicht aus) ins Auge.
Dieser versuchte nach Leibeskräften die steile Betonwand hoch zu kommen und rutschte immer wieder in Richtung Wasser. Es hätte ihm auch so nichts gebracht, immerhin war um den See ein Zaun gezogen der ein entkommen unmöglich gemacht hätte. Ich überlegte nun also wie ich dem armen Geschöpf helfen konnte und schaute mich um… Auf der anderen Seite des Sees hatte man eine kleine „Straße“ angelegt die nicht so steil wie der Rest abfiel, da musste der Hase also hin, hier war auch ein Tor durch welches er wahrscheinlich gekommen war. Wäre alles kein Problem gewesen, wenn man mal davon absieht, dass es gut einen Kilometer zu hoppeln bzw. zu laufen waren.
Ich versuchte nun also erstmal den Hasen durch rufen in die richtige Richtung zu locken und ob man es nun glaubt oder nicht, das ging wirklich gut *g*. Knapp 600 Meter folgte mir der Hase (während mich einige Hundemuggel ganz verstört anschauten… mag an meinem „Na komm, ist nicht weit, los weiter, ist gleich geschafft“ gelegen haben) bis er sich dazu entschied nicht mehr weiter zu wollen. Es waren aber nurnoch 400 Meter und ich wollte nicht gehen, ehe ich diesen Hasen da raus hatte… Der Multi war auch schon in weite Ferne gerückt, mir ging es nur um das Tier!
Gut wer nicht hören will… Ich suchte Steine zusammen und warf selbige, natürlich nicht auf den Hasen, immer wenn der Hase in die falsche Richtung wollte warf ich einen Stein ins Wasser und er drehte schnurstracks wieder um und hoppelte in Richtung Straße. Das ganze dauerte nun schon knappe 2 Stunden und langsam verlor ich den Glauben daran, dass es wirklich noch was wird. Dann aber hoppelte der Hase nach einem weiteren Steinwurf in Richtung Straße, legte den Turbogang ein, zwängte sich durch das Tor und verschwand im Wald.
Ich war klitschnass vom Regen, fertig mit den Nerven, und meine Füße taten mir vom ewigen hin und her weh aber: ich war glücklich! Den Multi noch zu Ende gemacht und dann in aller Ruhe und mit einer großen Zufriedenheit zum Auto zurück. Das sind Erlebnisse die man wohl nie vergisst!
Liebe Grüße
Basti


Super gemacht! Dafür gibt es dann auch noch nen Orden.

Chapeau!
Find ich klasse von Dir!
Hervorragend! Eine tolle Aktion, über so etwas sollte man mehr berichten!!!
:-) Gut gemacht!
Super gemacht! Was tut man nicht alles für’s liebe Vieh.
Gut zu wissen, dass es auch noch andere gibt, die alles daran setzen, so ein Fellknäuel zu retten
Diese steil abfallenden Staudämme sind nicht ganz ohne, da hat es schon öfter einen Hund samt Herrchen und Frau gekostet. War bei uns am See auch mal so, wobei der Hund letztlich überlebt hat, die beiden Retter nicht
*thumbs up* Gut gemacht!
Klasse Aktion, Top! :-D
Tolle Aktion und super Berichterstattung!
Ich habe Hasen gerne!